„Rechts ist rein, links ist unrein. Die rechte Hand ist im Islam der Begrüßung und all den sauberen, ehrbaren Handlungen vorbehalten. Die linke Hand wird zur Reinigung der Körperöffnungen ‑ den Grenzen zwischen drinnen und draußen ‑ verwandt. Da gibt es das Nasenschnäuzen ‑ die linke Hand wird an das Nasenloch gehalten und der Schleim wird mit einem kräftigen Schnaufen in weitem Bogen nach außen befördert. Nach dem Koran ist es eh Vorschrift, sich häufig zu waschen, den kleinen und den großen aptes (Waschung) vorzunehmen. (büyük aptes ‑ heißt übrigens auch Durchfall ‑ auch eine Form der Reinigung, nämlich der inneren). Auch das Waschen auf der Toilette hat Tradition. Toilettenpapier gibt es selten. Es ist teuer, d.h. sie haben einen Gegenwert von siebeneinhalb Broten. Auch wäre es von der sanitären Anlage her oft schwierig, es weg zu befördern. So gibt es an vielen Orten Papierkörbe, wo das benutzte Papier hineingeworfen werden soll, um dann vom Personal oder der Hausfrau verbrannt zu werden. (!) ‑ So ist eigentlich die Idee, sich auf der Toilette stattdessen zu waschen, eine sehr sinnvolle. Auf den echten orientalischen Toiletten, den Hockklos, befindet sich dafür ein Wasserhahn an der Wand. In den europäischen Toiletten will man auf den Waschluxus nicht verzichten. Behilflich sein soll dabei ein feines kupfernes Rohr, das von hinten in die Kloschüssel führt und durch einen eigenen Hahn an der Wand nach Bedarf an- und abgestellt werden kann. Arschrohr ist die richtige Bezeichnung. Nun sind sie so angebracht, daß sie sich selbst bemerkbar machen, sich ‑ setzt man sich erst darauf ‑ direkt in den After schieben. Stellt man sich nun noch vor, daß Hinz und Kunz ‑ Fatma und Ayse, Mehmet und Kemal – auf der Toilette gesessen haben, na dann.“