Der Badeofen

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„Vorgestern abend habe ich bis 23.30 Uhr, dann Ulrich bis 01.00 Uhr versucht, den Badeofen einzuheizen. Danach war die Dusche ein Vergnügen! Habe noch die Wäsche gewaschen, weil es mir leid tat, das schwer erkämpfte heiße Wasser einfach wegzukippen. – Heute brennt ‑ nach einem Kampf von nur drei Stunden – der Ofen endlich so, daß er auch die feuchten Holzscheite annimmt. Die Wäsche von vorgestern und gestern ‑ Bettwäsche ‑ trocknet um den Ofen herum und riecht, trotz heftigem Kampf mit Ruß und Rauch, frisch. Ulrich pinselt am Boden und es ist 22.16 Uhr. Es herrscht eine gute ausgeglichene Stimmung. Zum Essen hatte Ulrich ein scharfes Gulasch gezaubert, dazu gab es türkische Erdäpfel(!) und von mir einen Salat. Dazu Weißwein aus Thrakien und keine störenden Fliegen und auch keine weitere Kakerlake ist in Sicht.“ (Tagebuch vom 04. 12. 1987)

 „Nach einigen Tagen gebe ich es auf, den Badeofen einzuheizen. In einem großen Topf erhitze ich Wasser auf dem Gaskocher in der Küche, trage ihn ins Bad, schöpfe mit einem kleinen Gefäß heißes Wasser heraus, vermische es mit etwas kaltem und gieße es mir über Kopf und Körper. Mein `türkisches Bad´, nenne ich es.“ (Tagebuch vom  08. 12. 1987)