Magie und Islam

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Der Islam erhebt den Anspruch, das Leben des Gläubigen zu bestimmen und wertet die Beziehung des einzelnen zur sakralen Welt als unerheblich. In der Praxis läßt er jedoch viele Möglichkeiten, magisch‑religiöse Praktiken zu integrieren.  Der Islam ermahnt die Gläubigen, gibt aber auch Spielraum, Gefühle auszuleben. So werden Lob‑, Dank‑, Bitt‑ und Sühneopfer durchaus akzeptiert. Opfertiere sind Schafe, Ziegen, Kamele und Stiere, aber auch Hühner und Hähne. Bei größeren Anlässen, beispielsweise zum Abschluß eines erfolgreichen Geschäftsjahres, werden Schafe oder Ziegen geopfert; bei kleineren Anlässen, z.B.  bei der Einweihung eines neuen Bootes, das man vor Unheil bewahren will, wird einem Hahn der Kopf abgehackt und das Blut über das Boot vergossen.