„Wenn überhaupt irgendwo, dann ist der stehende Begriff vom ‘anatolischen Dorf’, wohl hier ‑ in einer Ansammlung mehr oder weniger baufälliger Katen ‑ entstanden. Daß man selbst, im wohl luxuriösesten Anwesen im Dorfe, haust, entspricht wahrscheinlich recht genau dem Gleichnis vom Einäugigen, der unter Blinden König ist. Naja, also vor Strom/Wasserausfällen usw. schützt selbstredend der edelste (sic!) Prachtbunker nicht ‑ oder? Daß genannte Übel nicht gerade unhäufig auftreten, ist eigentlich nicht mehr erwähnenswert, dennoch hat das Ganze natürlich, wenn selbst nur fremd artig/ländliches, auch etwas. Sei es, beim Frühstückstische sitzend z.B., via geöffnetem Fenster, die verschiedensten Aktivitäten über die weit einsehbare, ins weite + kahle Feld verlaufende, wegähnliche Strecke, zu verfolgen. Als da wären: die gesamte Palette an bäuerlichen Haus + Hoftieren (Rinder, Schafe, Hühner, Truthähne, Puten, Dromedare (!) usw.), Revue passieren zu lassen. Getreu dem Motto: Tiere schauen Dich an. Tja, aber genauso ist es nun mal.“ (Brief zum Jahresende 1987/88)