Zur Bekleidung junger Frauen

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„Wieder zurück zu den mit Scheiße jeglicher Tierart bepflasterten Dorfwegen, welche, trotz dieser Unbillen, sporadisch von hochhackigen‑dunkel‑gelackten Frauenschuhen frequentiert werden.  Das allerdings wahrzunehmen, erschließt sich selbst dem engagiertesten Beobachter nur zu speziellen Anlässen (vzgw. Hochzeiten) und unter äußerst erschwerten Voraussetzungen, die vornehmlich aus schwarzen, das gesamte Haupt/Gesicht/Körper bedeckenden Baumwollkaftanen bestehen. Es sei denn ‘man’ hat Zugang zu den Örtlichkeiten, die ansonsten mit Ausnahme von jungen und unverheirateten Burschen, die abgesondert und nur beobachtend teilnehmen dürfen, ausschließlich Frauen vorbehalten sind. Was hier demonstriert wird (nach Ablegen der Kaftane), ist wahrscheinlich dem lasziv‑erotischen Feld am besten zuzuordnen. In grellfarbigen, gerafften und ultrakörperbetonten Fetzen gibt sich hier die weiblich pubertierende Gesellschaft ein Tanzstelldichein, das den, dies zu gaudierenden jungen Männern vielleicht schon einmal das Blech wegfliegen könnte. Als neu gewonnener Bauchtanzspezialist (’streb meine Promotion in dem Bereich an ‑ so schnell wie geht natürlich) bleibt mir nur in bekannter Versform mein Entzücken kundzutun: Unter den Kaftanen steckt der Hauch von circa 19 Jahren. Aus berufenem Munde mußte ich mir leider noch kolportieren lassen, daß in besagten Frauenschuhen so gut wie 100% rasierte Waden stecken, alldieweil die hiesige Frauenschaft diesem Phänomen ähnlich wie dem Zähneputzen gegenübersteht: je öfter desto besser. Hier kann man natürlich geteilter Meinung sein. Na ja, ansonsten ist es ziemlich ausgeschlossen bis unmöglich beispielsweise einem ‘Klasse‑Mädchen’ seine Bewunderung zukommenzulassen, da, wenn vorhanden (ich weiß es wirklich nicht) nicht erkennbar: die Standardtracht erschöpft sich in fetten Wollsocken, Weichgummischuhen, auf die sowohl Nieten wie auch Senkel aufgedruckt sind, blumengemusterte Synthetik‑Pumphosen um die Beine, weiß‑der‑Teufel‑was‑Gestricktes um den Oberkörper (zwei‑ bis dreilagig, der Kenner nennt es: ‘contourless’) und irgendein Stück Stoff um Kopf und Gesicht herum.“ (Brief von Ende Februar 1988)