Gelübdegebet an die 41 Sultane

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„Am Sonntagabend wurden bei Emine 41 Gebete für die 41 Sultane gelesen. Ihr Sohn Adnan ist wieder heil von den Soldaten zurückgekehrt. Die Mutter hatte vorgehabt, dafür beten zu lassen, hatte es dann aber vergessen. Nun ist er letztens mit dem Fahrrad gestürzt und hatte sich verletzt. Da fiel Emine das nicht eingelöste Versprechen ein. Also rief sie einige benachbarte Frauen zusammen und gemeinsam wurde dann 41 mal das Gebet gelesen. In der Mitte des Kreises wurde in derselben Zeit Irmikhelvasi zubereitet. Bis die 41 Gebete gesprochen waren, war auch das Helva fertig. In dieser Zeit durfte nicht gesprochen werden. Dann wurde das Helva unter den anwesenden Frauen verteilt. Drei Löffel wurden draußen für die Vögel und die Würmchen auf einen Stein gelegt. ‑ Dasselbe macht man auch mit dem Tee, der während des Betens gekocht und dann gemeinsam getrunken wird. Vom Lokum hayir ‑ nimmt man mit und legt es in eine Zuckerdose. Von dort ‘strahlt’ es auf den restlichen Zucker. Es darf erst dann gegessen werden, wenn das Gewünschte eingetroffen ist.“ (Tagebuch 31. 05. 1988)