Der Hoca

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Türken gehen zum Hoca, um sich von ihm Ratschläge und Anleitungen geben zu lassen. Der Hoca bespricht oder beliest eine „kranke“ Person, bzw. er „bläst“ sie gesund. Aufgaben, die der Hoca stellt, sind beispielsweise, Teile des Korans abzuschreiben. Selbst wenn die Praktiken eines Hoca oftmals einfältig sind, wird er vom Volk aufgesucht.  Türken suchen Hocas bei Eheproblemen, Unfruchtbarkeit und Liebeskummer auf. Hocas beherrschen traditionelle Praktiken, um die Übel zu bekämpfen. Sie stellen Amulette mit eingravierten Suren mit arabischen Schriftzügen her, die getragen werden müssen. Oder das Amulett liegt drei Tage in einem Glas Wasser, bevor dies getrunken wird: ein Ritual, das gegen Unfruchtbarkeit vollzogen wird, sowohl wenn die Frau kein Kind bekommt als auch, wenn die Kuh nicht kalbt. Amulette mit den 99 Gottesbezeichnungen und Miniaturausgaben des Korans helfen gegen den bösen Blick. Als Talismane werden Votivgaben mit Segenskraft, also Steine oder Säckchen mit Erde von heilbringenden Orten, benutzt.